Wurzelspitzenresektion (WSR)


Kommt es zu chronischen Entzündungen im Wurzelspitzen-Bereich, ist die WSR seit einigen Jahren in der operativen Therapie das Standardverfahren. Dabei wird versucht, den erkrankten Zahn zu erhalten, wobei Lage und Größe des Entzündungsherdes die Erfolgsaussichten wesentlich beeinflussen. Im Gegensatz zur konventionellen Wurzelbehandlung wird der Wurzelkanal bakteriendicht versiegelt, wodurch der Zahn häufig langfristig erhalten werden kann.

Ablauf der Operation


Nach einer örtlichen Betäubung kommt es zur Abtrennung der Schleimhaut vom Knochen und zur Freilegung der Wurzelspitze durch einen Spezialbohrer. Diese wird anschließend abgetragen und das entzündete Gewebe ausgeschält bzw. möglicherweise vorhandene Zysten entfernt. Da die Wurzelkanäle oft stark verzweigt sind und zahlreiche Seitenkanälchen aufweisen, stößt die konventionelle Wurzelbehandlung hier oft an ihre Grenzen. Bei der WSR werden die dünnen Kanälchen mithilfe besonderer Ultraschallgeräte geweitet. Um den Wurzelkanal bakteriendicht abzuschließen, wird dieser mit speziellem Füllungszement aufgefüllt und abgedichtet. Dieser basiert meist auf erhärtendem Kunstharz in Verbindung mit Stiften aus Guttapercha. Ist der Wurzelkanal von der Zahnkrone aus nicht optimal zugänglich, kann diese Auffüllung auch von der Wurzel aus erfolgen. Abschließend erfolgt eine Dichtheitsprüfung sowie das Vernähen der Schleimhaut.

Nach der Operation…


…bzw. am Tag der Operation sollten Sie weder rauchen noch Kaffee und Alkohol trinken! …steigt die Körpertemperatur möglicherweise an. …sind Nachblutungen sowie Wundheilungsstörungen nicht auszuschließen. …kommt es zu einer Schwellung, die sich drei Tage lang vergrößern kann. Auch ein Hämatom („blauer Fleck“) kann im Wangen- und Unterkieferbereich auftreten. …ist das Öffnen des Mundes und das Sprechen möglicherweise aufgrund der Schwellung erschwert. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und sprechen Sie möglichst wenig! …verzichten Sie am besten auf heiße Speisen und Getränke sowie auf Milch und Mehlspeisen. Nehmen Sie nur flüssige bzw. weiche Nahrung auf! …sollten Sie Wärme vermeiden und Lippe bzw. Wange der operierten Seite möglichst oft mit feuchtkalten Umschlägen abkühlen!

Retinierte (verlagerte) Zähne


Wenn ein Zahn trotz abgeschlossenem Wurzelwachstum nicht die Kauebene erreicht, so spricht man von einer Retention. Dies betrifft meist Weisheitszähne, kann prinzipiell aber bei jedem Zahn vorkommen. Häufigste Ursache dafür ist Platzmangel, aber auch Zahnverwachsungen, Infektionen oder Tumore können ein mechanisches Durchbruchshindernis sein. Kommt es trotz kieferorthopädischer Maßnahmen (etwa Zahnregulierungen) zu Platzmangel oder einer Zahnreihen-Verschiebung, muss der retinierte Zahn entfernt werden. Da außerdem die Gefahr von Schleimhaut- und Knochenentzündungen, Zystenbildungen, Wurzelresorption sowie der Schädigung angrenzender Zähne besteht, empfiehlt sich generell die operative Entfernung.

Ablauf der Operation


Im Zuge einer örtlichen Betäubung werden die Schleimhaut und das Zahnfleisch vom Knochen gelöst. Nachdem die Zahnkrone mithilfe eines Spezialbohrers freigelegt wurde, wird sie mit einer Fräse abgetrennt und eine Drainage zum Abfluss des Wundsekrets verlegt. Diese wird am Folgetag im Zuge der postoperativen Kontrolle wieder entfernt.

Nach der Operation…


…bzw. am Tag der Operation sollten Sie weder rauchen noch Kaffee und Alkohol trinken! …steigt die Körpertemperatur möglicherweise an. …vermeiden Sie auf jeden Fall einen „roten Kopf“ (also anstrengende Arbeit, Sport, Saunaoder Solariumsbesuche). …kommt es zu einer Schwellung, die sich drei Tage lang vergrößern kann. …ist das Öffnen des Mundes und das Sprechen möglicherweise aufgrund der Schwellung erschwert. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und sprechen Sie möglichst wenig! …führen Sie unbedingt intensiv Mundöffnungsübungen aus, auch wenn das Öffnen des Mundes schwerfällt. …verzichten Sie am besten auf heiße Speisen und Getränke sowie auf Milch und Mehlspeisen. Nehmen Sie nur flüssige bzw. weiche Nahrung auf! …empfiehlt sich nach einer Mahlzeit das Nachspülen mit kühlem Salbeitee sowie das Zähneputzen. …sollten Sie Wärme vermeiden und Lippe bzw. Wange der operierten Seite möglichst oft mit feuchtkalten Umschlägen abkühlen!

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